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Samstag · 27 | 08 | 2016
 
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Computertomographie

Methode: Was ist CT?

Der Computertomograph erzeugt mit Hilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder des Körpers in hoher Auflösung. Dabei dreht sich die Röntgenröhre während der Untersuchung um den Patienten. Die vom Körper austretende Strahlung wird von Detektoren gemessen und gespeichert, die Schnittbilder anschließend vom Computer errechnet. Eine Körperregion kann dabei sowohl durch eine aneinandergereihte Serie von Einzelbildern („Inkremental- CT“) oder durch eine kontinuierlich sich in Längsrichtung weiterbewegende Röntgenröhre („Spiral-CT“) untersucht werden:hierbei fährt der Patient zum Teil sehr kurze, zum Teil bis 50cm lange Strecken durch das CT-Gerät.


Der Untersuchungsablauf

Kurzinfo

Das Patienten-Informationsblatt können Sie sich an Ihrem PC ausdrucken und bereits teilweise oder ganz ausgefüllt zu Ihrem Untersuchungstermin mitbringen.

Die Untersuchung erfolgt für die meisten Fragestellungen in Rückenlage und dauert an unserem Mehrzeilen-Spiral-CT nach Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen oft weniger als 5 Minuten, im Falle zusätzlicher Kontrastmittelserien etwa 10 Minuten; während dieser Zeit sollten Sie als Patient sich nach Möglichkeit nicht bewegen. Bei der Diagnostik im Bereich des Brustkorbs (z.B. Lunge) und Bauchraumes wird ein Atemkommando erteilt. Die Auswertung der Bilder kann bis zu 30 Minuten dauern. Der überweisende Arzt wird den Befundbericht spätestens am nächsten Arbeitstag erhalten, das Untersuchungsergebnis im Zusammenhang mit sonstigen Befunden einordnen und mit Ihnen besprechen.

 
In unserer Praxis arbeiten wir mit einem Mehrzeilen Spiral-CT von der Firma Siemens Somatom Emotion.

Die Technik des Spiral-CT erlaubt es, in kurzer Zeit viele Bilder zu erstellen. So kann z.B. die gesamte Lunge in einem Atemstillstand abgebildet werden.

[ Sie sehen auf dem Foto Mitarbeiter der Praxis. ]



Kontraindikation

Eine absolute Kontraindikation gibt es nicht. Da bei der Computertomographie jedoch Röntgenstrahlen zur Anwendung kommen, sollten Schwangere nur in Notfällen bei strenger Abwägung von Nutzen und Risiken untersucht werden. Ebenso wie bei der Diagnostik von Kindern und Jugendlichen ist im Einzelfall zu prüfen, ob die medizinische Fragestellung nicht auch durch eine Untersuchungsmethode beantwortet werden kann.


Patientenvorbereitung

Eine generelle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Für Untersuchungen des Bauchraumes ist es allerdings unbedingt sinnvoll, den Darm zu kontrastieren. Je nachdem, ob dies in Abhängigkeit von der Fragestellung nur das Duodenum (Zwölffingerdarm) oder den gesamten Dünn- und Dickdarm betrifft, werden Sie gebeten, 15 Minuten bis maximal 2 Stunden vor der Untersuchung eine bestimmte Menge einer mit Wasser verdünnten Kontrastmittellösung zu trinken. 


Kontrastmittel

Trinkbare Kontrastmittel zur Kontrastierung des Magen/Darm-Trakts bestehen entweder aus Barium oder einer jodhaltigen Verbindung.

Barium ist eine kalkartige Substanz, die aus dem Darm ausgeschieden wird, ohne in den Körperkreislauf zu gelangen. Nebenwirkungen - abgesehen von der Möglichkeit der Darmträgheit bei höherer Dosierung - treten nicht auf.

Das jodhaltige Kontrastmittel hat eine gewisse abführende Wirkung, wodurch der gesamte Darm schneller kontrastiert werden kann. Ein kleiner Teil kann über den Darm vom Körper aufgenommen werden, so dass alle seltenen Nebenwirkungen jodhaltiger intravenöser Kontrastmittel - wenn auch in abgeschwächter Form - bei ihrer trinkbaren Darreichungsform auftreten können.

Intravenös zu verabreichende jodhaltige Kontrastmittel dienen zur Dichteanhebung von Gefäßen, aber auch zur Unterscheidung von durchbluteten von nicht durchbluteten Herden. Da dies wesentliche Zusatzinformationen für die Diagnosestellung sind kommen diese Kontrastmittel häufig zum Einsatz. Der Patient verspürt bei der intravenösen Injektion, die mit einer exakt vorherbestimmten Flussrate über einen Injektomaten erfolgt, nur ein wenige Sekunden anhaltendes Wärmegefühl. Die Verträglichkeit neuzeitiger, sogenannter nicht-ionischer, Röntgenkontrastmittel ist ganz ausgezeichnet. Allergische Reaktionen, die sich vom juckenden Hautausschlag bis hin zum Kreislaufkollaps äußern können, sind seit einigen Jahren als Folge einer chemischen Änderung dieser Kontrastmittel eine Seltenheit geworden. Dennoch fragen wir Sie vorher nach Ihren Erfahrungen bei früheren Kontrastmittelanwendungen und respektieren es, wenn Sie aus Sorge vor dem “Restrisiko” die Kontrastmittelgabe ablehnen sollten. In diesem Fall müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass das Untersuchungsergebnis nur eingeschränkt verwertbar sein kann. Wir sind andererseits auf die Sofortbehandlung allergischer Reaktionen vorbereitet und können im Zweifelsfall bei früheren Unverträglichkeitsreaktionen bereits prophylaktisch Antiallergika verabreichen.


Niereninsuffizienz

Da die jodhaltigen Kontrastmittel über die Nieren ausgeschieden werden, ist bei einer eingeschränkten Nierenfunktion Vorsicht geboten: sie dürfen nur bis zu einer kritischen Maximalhöhe der harnpflichtigen Substanzen im Blut verabreicht werden – es sei denn, dass ohnehin bereits eine regelmäßige Hämodialysebehandlung durchgeführt wird. Nierenkranke Menschen kennen in aller Regel ihren "Kreatinin-Wert".


Schilddrüsen-Überfunktion

Eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) kann sich wegen des Jodgehalts des Kontrastmittels verschlimmern, deshalb stellen unbehandelte Hyperthyreosen eine Kontraindikation dar. Entscheidend für die Beurteilung der Stoffwechselsituation der Schilddrüse ist die Höhe des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons” (TSH); jeder Patient, der sich zu einer computertomographischen Untersuchung des Kopfes, der Brustorgane oder des Bauchraums anmeldet, sollte seinen TSH-Wert kennen (am besten den zuweisenden Arzt oder Hausarzt vorher befragen); in Grenzsituationen kann das Kontrastmittel dennoch gegeben werden, wenn die Schilddrüse vorher medikamentös "blockiert" wird.


Stillzeit

Stillende Mütter haben keinen Nachteil durch die Gabe jodhaltiger Kontrastmittel zu befürchten.


Die wichtigsten Anwendungen

Gehirnblutung

Der schnelle Ausschluß oder Nachweis einer intrakraniellen Blutung sowohl nach einem Schädel-Hirn-Trauma wie auch bei "spontan" aufgetretener neurologischer Akutsymptomatik ist eines der wichtigsten Einsatzgebiete der Computertomographie.

Sowohl die Frage nach der Operationsfähigkeit Schwerverletzter wie auch die Art der medikamentösen Behandlung von Schlaganfall-Patienten wird entscheidend vom etwaigen Vorhandensein einer Blutung beeinflusst.


Frakturdiagnostik


Ein weiterer Schwerpunkt der CT-Diagnostik liegt in der Knochentraumatologie: beim Bruch eines Wirbels ist der sichere Nachweis oder Ausschluß einer Mitbeteiligung der Wirbelkörperhinterkante entscheidend für die Beurteilung der Stabilität und damit auch wesentlich für die Entscheidung zur operativen Stabilisierung; ebenso bedeutend für das operative Vorgehen bei Frakturen mit Gelenkbeteiligung ist die exakte Bestimmung der Zahl und Lage der Bruchstücke.

Hier sehen Sie 2 Bildbeispiele:

Querschnitt durch den Oberbauch

Kopf im Querschnitt


 
 

Letzte Aktualisierung:
22.08.2016


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